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Chancen für unsere Zukunft

Die Bedeutung der einheimischen erneuerbaren Energien

Frieden - Wirtschaft - Sicherheit - Neutralität - Ökologie

Kurzfassung zum weitergeben ...

Autor:
Wolfgang Rehfus

Datum:
14.11.2003

Letzte Änderung:
9.9.2005
 



 ● 
Friedenspolitik

 ●  Auftrag

 ●  Wirtschaftliches Wachstum und neue Arbeitsplätze

 ●  Sicherheit

 ●  Unabhängigkeit und Neutralität

 ●  Ökologie

 ●  Versorgungslücke und Prognosen (Erdöl, Erdgas, Uran)

 ●  Energiemix der Zukunft (Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, Erdwärme)

 ●  Schlussfolgerung

 ●  Weitere Informationen ...

 ●  PS ...
 

Frieden

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Vermeidung von
Ressourcenkriegen
im Atomzeitalter durch Reduktion der 'Notwendigkeit' für die alten Energieträger.

Eine echte Friedenspolitik ist eine Politik, welche u. a. die Ursachen der Ressourcenkriege, also die 'Notwendigkeit' für die alten Energieträger, reduziert. Dies ist nur durch eine konsequente Nutzung der erneuerbaren Energiequellen möglich: Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, Erdwärme. "Die entscheidende politische Frage des 21. Jahrhunderts wird heissen: Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne." 1)

Es wurden und werden in unserer Zeit Kriege um Erdöl und um Erdgas geführt. Dazu gehören Afghanistan 2) als Zugangsland zu den weltweit drittgrössten Reserven an Erdöl und Erdgas in seinen nördlichen Nachbarländern (Region Kaspisches Meer), und jüngst der Irak 3) mit den weltweit zweitgrössten Reserven an Erdöl und den zehntgrössten Reserven an Erdgas.

Vergessen wir bitte nicht, dass diese Ressourcenkriege einerseits im Atomzeitalter und andererseits wesentlich mit Hilfe von Erdöl und Uran (also Atomenergie) als Mobilitäts- und Waffenenergie durchgeführt werden.

"Da draussen ist einfach nicht mehr genug Öl", sagt der renommierte Geologe Les Magoon von der US-Bundesbehörde Geological Survey. Die Erdölreserven von Amerika gehen schon in den kommenden Jahren zu Ende. Dann ist der letzte Tropfen Erdöl auf amerikanischem Gebiet gefördert. Gleichzeitig hat Amerika weltweit den höchsten Verbrauch. Und die Situation im Bereich Erdgas ist nicht viel besser. Erdöl und Erdgas sind der Lebensnerv nicht nur von Amerika. Dieser Zusammenhang ermöglicht das derzeitige Weltgeschehen besser zu verstehen. 1)

Das Center for Defense Information, USA, schrieb bereits am 13.6.2002: "Ohne Zweifel ist Öl ein Teil der U.S. Politik in Zentral Asien ..." 4)

"US-Präsident George W. Bush hat nach Angaben eines gefeuerten Ministers mit den Planungen für den Irak-Krieg schon direkt nach Amtsantritt begonnen, nicht erst nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. ... schon in den ersten drei Monaten 2001 Pläne für eine Invasion des Irak, für eine Nachkriegsära und Vorstellungen über die Zukunft des irakischen Öls." 5)

Und der polnische Aussenminister Wlodzimierz Cimoszewicz bestätigte: "Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht, dass wir (mit unserer Beteiligung am Irak Krieg) der polnischen Ölindustrie einen Zugang zu Energierohstoffen verschaffen wollen. ...dies ist unser vorrangiges Kriegsziel" 6)

Johan Galtung hält die Irak-Politik der USA für gescheitert: "Die amerikanische Regierung hat sich eine virtuelle Realität aus Missverständnissen und falschen Einschätzungen geschaffen. Jetzt ist sie Opfer der eigenen falschen Informationen und Lügen. Hauptziele waren die Ölkontrolle, die Sicherheit für Israel und die Sicherung geopolitisch wichtiger Militärbasen." 7)

Johan Galtung macht Vorschläge für eine Friedenspolitik im Irak: "Die größte Dummheit war der Krieg selber. Mein Gegenvorschlag: Man sollte eine Konferenz veranstalten ähnlich der Helsinki-Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) von 1973 bis 1975. Da könnte man die Möglichkeit diskutieren, den Irak als Bundesstaat mit drei Teilen, für die Kurden, Schiiten und Sunniten zu etablieren. Das ist aber nicht kompatibel mit der erwähnten Zielsetzung der Amerikaner im Irak." 7)

Ich bin sicher, dass man schon bald von der militärischen Lösung des Energieproblems auf die technologische Lösung durch erneuerbare Energien umsteigen wird - aus rein wirtschaftlichen Gründen.

1) Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne,
und "War For Oil or Peace Through The Sun", Dr. Franz Alt, 2001, Riemann-Verlag, ISBN 3-570-50032-2

vgl. "Terror and Oil in Central Asia" , "Oil reserves on U.S. territory are increasingly scarce while consumption is expected to grow by as much as 25 percent over the next 20 years, necessitating the search for additional foreign sources of oil.", CDI - Center for Defense Information, USA, 13.6.2002

vgl. auch Frieden durch Sonnenenergie statt Krieg um Erdöl, Eurosolar, 09.03.2003 

vgl. auch "Die Energie für Frieden, Wirtschaft, Sicherheit und Zukunft", SolarPeace.ch, 16.4.2003

vgl. auch "Atomenergie gefährdet internationale Sicherheit", IPPNW, 26.04.2005

vgl. Glaubhafte Friedenspolitik erfordert Verzicht auf Atomenergie!, Offener Brief an Bundespräsident Köhler in Deutschland, SolarPeace.ch, 24.5.2005

vgl. "Twiligth in the Desert: The coming Saudi Oil Shock and the World Economy" - "Der Ölpreis wird sich vervierfachen", Erdölexperte Matthew Simmons, ISBN 047173876X, Mai 2005; "Ölpreis von 250 Dollar"
, Tagesanzeiger, 23.7.2005

vgl. Mit Atomenergie kann man nicht Autofahren, Ulrich Kasparick, 31.7.2005


2) vgl. "Der Kampf um das Öl am Kaspischen Meer", 8.9.2001, Universität Kassel und Bundesausschuss Friedensratschlag (Dossier: Krisenregion Kaukasus)

vgl. Afghanistan auf dem Weg zum Frieden?, IFDT, Bundeswehr, 2002

vgl. Kampf um Öl und Gas in Georgien, www.Sonnenseite.com, 26.11.2003


3) vgl. Ölgewinnung im Irak, DIW-Wochenbericht 10/03; und Erdöl und Erdgas im Irak, Commodity Top News Nr. 18, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe BGR, 2003.

vgl. Erläuterung zum Bericht des US-Waffeninspekteurs, www.Sonnenseite.com, 2003

vgl. "Die große Lüge - Bush, Blair und Saddams Bombe", ZDF, 10.12.2003,
(Dossier: Irak, der Golfkrieg und der Nahe Osten)

vgl. Rundschau  "Uran-Lüge", Schweizer Fernsehen DRS, 28.1.2004

vgl. Irakkrieg: Powell bereut seinen UN-Auftritt, Stern/DPA, 9.9.2005


4) vgl. "Oil is no doubt a part of the puzzle that is the U.S. policy ..."
, "Terror and Oil in Central Asia", 13.6.2002, Center for Defense Information (CDI) USA


5) "Kriegspläne schon bei Amtsantritt?"
, Tages-Anzeiger, 11.1.2004;

vgl. auch "Ex-Minister: Irak-Krieg schon vor 11.09. geplant"
, CBS / Rheinische Post, 11.01.2004


6) Poland seeks Iraqi oil stake, BBC News, 3.7.2003; übersetzt von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, Rubrik 'News / Zitate'. Vgl. auch Polens Irak-Einsatz: Endziel Ölfelder, Der Spiegel


7) "Missverständnisse und Fehleinschätzungen", DW-WORLD-Interview mit Johan Galtung, Träger des alternativen Friedensnobelpreises und norwegischer Friedensforscher, Deutsche Welle, 20.4.2004

vgl. auch "US-Kirchen nehmen Bush ins Gebet", Ökumenischer Rat der US-Kirchen (National Council of Churches NCC), 14.05.2004, Kurier.at, "Die derzeitige US-Außenpolitik ist ... gefährlich für Amerika und die ganze Welt und wird nur zu weiterer Gewalt führen"

vgl. auch "Hoffen auf die Zukunft", Interview mit Thomas Gumbleton (Weihbischof von Detroit, Friedensbewegung Pax Christi), Publik-Forum.de, 05.2004, "Krieg ist immer eine Niederlage für die Menschheit."

vgl. sun21: Bundesrätin Calmy-Rey spricht zu "Frieden durch saubere Energie - statt Krieg um Öl", SolarPeace.ch, 5.5.2004

Auftrag

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Vorbildfunktion durch ein rationelles Energiemanagement und durch die Förderung erneuerbarer Energien.

Das Schweizer Bundesamt für Energie schreibt im Programm 'Energie Schweiz für Gemeinden':  8)

"Die Gemeinden spielen eine wesentliche Rolle in der schweizerischen Energiepolitik, v.a. durch:

  • Vorbildfunktion

  • Rationelles Energiemanagement

  • Förderung erneuerbarer Energien."

Die Gemeinden in der Schweiz sind also aufgefordert in der Energiepolitik eine aktive Rolle und eine Vorbildfunktion zu übernehmen. Dies entspricht auch dem Inhalt der Eidgenössischen Bundesverfassung Artikel 74 zur Luftreinhaltung und insbesondere dem Artikel 89 zur Förderung erneuerbarer Energien.

Das eingangs zum Zusammenhang von Friedenspolitik und erneuerbaren Energien Gesagte ist sicher Grund genug für klare Entscheidungen, aber die Bedeutung und die Chancen durch einheimische erneuerbare Energien gelten auch für die anderen auf der Grafik "Frieden - Wirtschaft - Sicherheit - Neutralität - Ökologie" (vgl. den SolarPeace-Flyer ) dargestellten Bereiche.

8) vgl. BfE: Energie Schweiz für Gemeinden,

und Energiestädte,

vgl. auch das Programm "EnergieSchweiz"


vgl.
»Ein Prozent für den Frieden«, Höchste Zeit für eine unabhängige und zukunftsfähige Energieversorgung!, SolarPeace.ch, 1.11.2005

Wirtschaft

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Der Wachstumsmarkt erneuerbare Energien generiert wirtschaftliche Impulse und neue Arbeitsplätze.

Gleichberechtigung & Markt: Ausgleich bestehender Subventionen und Staatsprivilegien der alten Energien durch Förderprogramme für erneuerbare Energien.

Die Wirtschaft ist der Bereich unserer Kultur, der mehrheitlich als der wichtigste wahrgenommen wird. Und tatsächlich gehört auch die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Wirtschaft zu den wichtigsten.

Das World Watch Institut in Amerika berichtete kürzlich, dass erneuerbare Energien weiterhin weltweit ein rapides Wachstum verzeichnen. Die Produktion von Solarsystemen ist in den letzten 3 Jahren um 150% gewachsen - oder durchschnittlich um 24% pro Jahr seit 1988. Die Produktion von Wind-Turbinen hat in den letzten 3 Jahren um 78% zugenommen. Allein im Jahr 2002 generierte der Verkauf von Wind-Turbinen 7 Milliarden US$ und ermöglichte 100'000 Arbeitsplätze. Windenergie versorgt heute schon 35 Millionen Menschen mit Strom - das entspricht ganz Spanien oder ganz Californien. Das Worldwatch Institut erwartet, dass erneuerbare Energien bereits in 10 Jahren eine dominante Position im Energiesektor haben.  9)

Auch das neue Programm zur Nutzung erneuerbarer Energien von Arnold Schwarzenegger, dem neuen republikanischen Gouverneur von Kalifornien, wird diese Entwicklung unterstützen. In Schwarzeneggers Programm heisst es: Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz; Ökologie schafft neue Arbeitsplätze. Arnold Schwarzenegger hat die Bedeutung und die Chancen durch erneuerbare Energien erkannt und Entscheidungen zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft und zur Nutzung der erneuerbaren Energien getroffen. Wenn Wasserstoff mit Elektrizität aus Solarenergie, Wind- oder Wasserkraft erzeugt wird, kann eine wirklich zukunftsfähige Energieversorgung aufgebaut werden. Schwarzenegger möchte, dass ab 2005 fünfzig Prozent aller neuen Häuser Solarenergie nutzen. 10)

Im Jahr 2001 erzielte die Solarwirtschaft in unserem nördlichen Nachbarland einen Umsatz von 2,5 Milliarden Mark (also weit über 1 Milliarde €). Dort verdienen bereits über 20'000 Menschen ihr Geld mit der Sonne - das sind 20'000 Arbeitsplätze. Ölkonzerne wie z.B. Shell und BP sind auf dem Weg vom Ölkonzern zum Solarkonzern, investieren Milliarden und gehören weltweit zu den grössten Herstellern von Solarzellen. 11) und 15)

Auch für die Schweiz geht es um wirtschaftliche Impulse und um sehr viele, und vor allem um zukunftsfähige Arbeitsplätze. 12)

Von den weltweiten Exportmöglichkeiten der Solartechnologie ganz zu schweigen - denken wir z.B. an den riesigen Wachtumsmarkt in China. "Allein im Jahr 2002 wurden auf Chinas Dächern 10 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert - in Deutschland eine halbe Million. In der Zwei-Millionen-Stadt Kunming zum Beispiel sieht man fast kein Haus mehr ohne Sonnenkollektoren." 13)

Aber auch die wirtschaftliche Situation und die Energieversorgung in den Schwellen- und Entwicklungsländern kann nur durch eine lokale Nutzung der Solarenergie verbessert werden.

Die bestehenden direkten und indirekten Subventionen und Staatsprivilegien in Milliardenhöhe für die alten Energieträger (Erdöl, Erdgas, Uran) können aufgrund der internationalen Verflechtungen praktisch nicht aufgehoben werden. Sie reichen von der Atomenergie über das steuerfreie Flugbenzin (Kerosin) bis zur Gasversorgung in einzelnen Gemeinden (z.B. Kilchberg ZH, Gemeindeabstimmung 5.3.1989) und müssen durch Fördermassnahmen für die erneuerbaren Energien ausgeglichen werden. 14), 40)

"Die Förderprogramme für Solarstromanlagen in anderen Ländern (z.B. Japan, Deutschland und Luxemburg) haben einen weltweiten Boom ausgelösst, der in anderen Industriezweigen seinesgleichen sucht." 15)

9) vgl. World Watch Institut (USA), "Renewable Energy Continues Rapid Growth Worldwide", 10.7.2003; vgl. auch "The coming energy revolution", "From Southeast Asia to California, leaders in business, government, and civil society are calling for a transition to a renewable energy economy.", 28.4.2003, Dr. Janet L. Sawin, Worldwatch Institute (USA)

vgl. Klimaschutz ist ein Markt ungeahnter Größe, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsichereit, Fachbereich erneuerbare Energien (BMU), 2003

vgl. "Windwirtschaftswunder", Zukunfts-Studie prognostiziert für die nächsten 10 Jahre jährliches Wachstum von 25%. Dabei entstehen weltweit über zwei Millionen neue Arbeitsplätze. (Fachmesse "WindEnergy 2004", 20.05.2004)


10) vgl. Ist Schwarzenegger ein Grüner?, 'New York Times' und FAZ, (26.10.2003);
vgl. Schwarzenegger: "Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz; Ökologie schafft neue Arbeitsplätze.", www.sonnenseite.com, 28.12.2003

vgl. auch Schwarzenegger's Energy Policy, "When the electricity to run ... hydrogen generators comes from solar, wind, or hydro power, a truly sustainable energy future can be achieved.", Yahoo Finance, 22.9.2003;
vgl. auch Will Gov. Schwarzenegger be green?, "... starting in 2005, half of all new homes in California have solar power." MSNBC, 13.11.2003 (PDF-Datei)


11) vgl. Solarindustrie boomt: Zweite Produktionslinie bei Shell-Solar in Gelsenkirchen eröffnet, 9.10.2003, BMU

vgl. auch Shell wird Sonnenkonzern, 17.10.2003;
vgl. auch "Über Gelsenkirchen geht die Sonne auf: 'Solar Valey' Nordrhein Westfalens.", 01.12.2001;
vgl. auch Solarwirtschaft erreicht 2.5 Milliarden Mark Umsatz und 20'000 Arbeitsplätze, BP baut eine Solarfabrik, RWE baut eine Solarfabrik, Atomfreunden geht ein Licht auf, 10.2.2002, www.sonnenseite.com

vgl. auch Prof. Martin Green (Alternativen Nobelpreis 2002), "Solarenergie ist wichtigste technische Herausforderung unserer Zeit", 20.12.2002, www.sonnenseite.com


12) vgl. "Wirkungen auf Investitionen, Beschäftigung und öffentliche Finanzen - 2. Jahresbericht EnergieSchweiz 2002/2003", BFE (BBL-Bestellnummer 805.950.02d), September 2003

vgl. Pressemitteilung zur Verleihung Schweizer Solarpreis durch Bundesrätin Calmy-Rey
am 12.9.2003, ETH Zürich, Solar Agentur Schweiz.


13) vgl. Wird China 100 Atomkraftwerke bauen?, Süddeutsche Zeitung, 12.01.2004, Dr. Franz Alt


14)
vgl. "BfE: Atomenergie schadet der Schweizer Volkswirtschaft", SolarPeace.ch, 29.4.2003

vgl. "Preisregelungen zur Förderung regenerativer Energiequellen am Beispiel des StEG/EEG"
(2.3 MB PDF-Datei), CEPE-Kolloquium, Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Zürich 7.11.2002; und "Soziale Kosten des Energieverbrauchs", Hohmeyer, Springer-Verlag, 1989

vgl. Englische Politiker fordern Flugbenzin-Steuer, Peter Ainsworth, 08.11.2003, www.sonnenseite.com

vgl. "Darf’s etwas mehr sein? Umweltpolitischer Irrsinn"
, «Bundessubventionen ...»,  Weltwoche 50/03, 2003


15) vgl. Die Produktion von Solarzellen ist im Jahr 2001 weltweit um 39,7 Prozent auf 401,4 Megawatt (MW) gestiegen, PHOTON International, 13.3.2002, www.sonnenseite.com

vgl. auch Förderprogramm des Solarweltmeisters Luxemburg, 28.11.2003, www.sonnenseite.com

Sicherheit

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Dezentrale Versorgung
ohne terroristisches und
ohne nukleares Risiko.

Die erneuerbaren Energien (Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, Erdwärme) bieten ein hohes Mass an Sicherheit für Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Umwelt.

Bei einer künftigen dezentralen Energieversorgung aus den verschiedenen erneuerbaren Energiequellen sind solch riesige Stromausfälle, wie wir sie im Jahr 2003 weltweit erlebten, strukturell unmöglich. 16)

Es zeigt sich, dass hier die Photovoltaik (Solarstrom), die Biomasse und die Wasserkraft eine sehr gute Kombination bei der Stromversorgung darstellt. Die dezentrale Produktion von Strom durch erneuerbare Energie hat aber nicht nur den Vorteil der sicheren Stromversorgung, sie tragen auch zur lokalen Wertschöpfung bei und schaffen und sichern Arbeitsplätze. 17)

Eine dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen gefährdet auch bei einem technischen Versagen oder einem Unfall weder die Umwelt noch die Bevölkerung ganzer Landesteile durch Radioaktivität oder Ölverseuchungen. 18), 19)

Dabei ist zu beachten, dass Atomkraftwerke weltweit eine der grössten Bedrohungen für die Bevölkerung darstellen. Dies nicht nur durch die konstant abgegebene und gesundheitsschädliche Niedrigstrahlung bei Normalbetrieb, sondern insbesondere durch die Menge an Radioaktivität im Atomreaktor. Der Atomphysiker Prof. Dr. C. F. von Weizsäcker bestätigt: "Die Menge an Radioaktivität, die in einem Reaktor vorhanden ist, ist grösser als die Menge Radioaktivität, die eine Atombombe verbreitet, und zwar nicht unerheblich grösser." 19)

Nicht zuletzt bietet eine dezentrale Energieversorgung aus erneuerbaren Energiequellen auch keine Ziele für terroristische Anschläge.

Das bislang geheim gehaltene Gutachten der deutschen Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) ergab, dass "der gezielte Absturz eines Verkehrsflugzeugs bei jedem deutschen Atomkraftwerk zu einem Super-GAU führen kann." Das gilt sicher nicht nur für "gezielte" Abstürze. Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Vorsichtsmaßnahmen oder Nachrüstungen können diese Risiken nicht beheben. Die Atomkraftwerke müssen abgeschaltet werden." Auch das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt die rasche Abschaltung aus Sicherheitsgründen. Das gilt auch für die ähnlich gebauten Atomkraftwerke in der Schweiz, insbesondere für die ältesten Reaktoren in Beznau (Inbetriebnahme 1969 und 1972) und Mühleberg. 20)

Das untragbare und weitgehend unkalkulierbare Sicherheitsrisiko der alten Energieträger (Erdöl, Erdgas, Uran) für Bevölkerung und Umwelt, und damit immer auch für die Wirtschaft, ist bekannt. Das Schweizer Bundesamt für Zivilschutz nennt für mögliche Kernreaktorunfälle eine Schadenssumme von bis zu Fr. 4'300 Milliarden. Verständlicherweise ist weltweit keine Versicherung bereit ein solches Risiko abzudecken. 21)

Im Gegensatz zu den alten Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Uran) bringen die erneuerbaren Energien (Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, Erdwärme) ein hohes Mass an Sicherheit für Politik, Wirtschaft, Bevölkerung und Umwelt.

16) vgl. Alte Energie - neuer Stromausfall - neues Chaos, Dr. Franz Alt, 2003


17) vgl. auch EKZ Naturstrom (EKZ Aquastrom, EKZ Naturstrom Basic, EKZ Naturstrom Star, EKZ Naturstrom Solar)

vgl. Sichere dezentrale Energieversorgung durch Erneuerbare Energie und mehr Arbeitsplätze, Ing. Martin Litschauer, 2003


18) vgl. Öl-Katastrophe tötet 250.000 Vögel, Das grösste Vogelsterben der Europäischen Geschichte war die Folge des Untergangs des Öltankers "Prestige", 20.08.2003, Zeitung "El Pais"

vgl. "Tschernobyl - Der Millionensarg", 17. Jahrestages der Tschernobylkatastrophe: weitere Finanzhilfen von mehr als 715 Millionen. (25.04.2003)

vgl. Warnung vor "französischem Tschernobyl", "Das Problem betrifft nach Angaben der französischen Experten alle Druckwasserreaktoren weltweit.", Rheinische Post, 7.01.2004

vgl. auch Atomenergie und Sicherheit, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)


19) vgl. Atomkraftwerke und Jod-Tabletten, Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder lesen ..., SolarPeace.ch, 12.11.2004

vgl.
"Ärztliches Memorandum zur industriellen Nutzung der Atomenergie", Dr. med. Max Otto Bruker u.a. und dort den Anhang "Die Verharmlosung der atomaren Niedrigstrahlung", Dr. Rosalie Bertell, alternativer Nobelpreis 1986


20) vgl. "What if the terrorists go nuclear? Attack on Nuclear Power Plants", Center for Defense Information, USA, 1.10.2001

vgl. »... in a letter to the New York Times, the World Trade Center terrorists threatened to attack additional targets, including "nuclear targets" with "150 suicide solders." The letter was received four days after the bombing and subsequently authenticated by federal authorities.«, Three Mile Island Alert; sowie "... threats against nuclear plants are now considered very real. And concerns about security are likely to mount as the Bush administration calls for greater use of nuclear power.", A nuclear nightmare, US News & World Report, 17.11.2001

vgl. Angriff auf Atomkraftwerke geplant, "Terror plot to attack US with BA jets. ... The American capital and nuclear power stations...", Sunday Times, 6.1.2004

vgl. BUND veröffentlicht GRS-Gutachten zu Terrorgefahren für Atomkraftwerke, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), 3.2.2004

vgl. Terrorismus: Gehen fünf AKWs vom Netz?, Bundesamt für Strahlenschutz (DE) empfiehlt rasche Abschaltung aus Sicherheitsgründen, 23.02.2004

vgl. Deutsche Atomkraftwerke sind terrorgefährlich – Schweizer AKW ähnlich gebaut, "Es ist zu befürchten, dass die HSK den Zustand der alten Schweizer AKW vor der Abstimmung <18.5.2003> zum Atommausstieg schöngeredet hat.", Greenpeace, 23.2.2004


21) vgl. Inefffizienz, Marktverzerrung und 4'300 Milliarden Franken Risikokosten durch Atomenergie.
in der Studie "Verbesserte Deckung des Nuklearrisikos - zu welchen Bedingungen?", Bundesamt für Energie (Dezember 2000)

vgl. „Das zentrale Sicherheitssystem hat nicht funktioniert“, Schwere Panne in bulgarischem Kernkraftwerk und "Das Risiko für Reaktorkatastrophen ist weit höher, als die Betreiber behaupten", In letzter Minute, Der Tagesspiegel, 24.4.2006; vgl. auch: Kein Tschernobyl in Bulgarien!


Vgl. auch: Sicherheit von Atomkraftwerken bei Erdbeben, Schweizerischer Nationalrat, 02.10.2006

Neutralität

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Unabhängigkeit von Importen (Erdöl, Erdgas, Uran) und Ressourcenkämpfen ist die Voraussetzung für Neutralität.
 

Unabhängigkeit ist die Voraussetzung für Neutralität. Die Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (AEE), die im Auftrag des Bundesamts für Energie arbeitet, bestätigt:

"Die Schweiz kann und muss ihre überwältigende Auslandabhängigkeit von 80% bei der Energieversorgung reduzieren." 22)

Diese Auslandabhängigkeit der Schweiz umfasst Erdöl, Erdgas und Uran. Dies sind gleichzeitig auch die Rohstoffe, mit denen die Ressourcenkriege im heutigen Atomzeitalter geführt werden. Wir sind also über die internationalen Stoffkreisläufe und über unsere Nachfrage (Verbrauch von Erdöl, Erdgas und Uran) in die Ressourcenkämpfe und Auseinandersetzungen eingebunden. Mit der Verbreitung der Atomenergie wächst auch die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen und der Ausbreitung des Atomterrorismus. Die Länder, die nach Atomwaffen streben, versuchen dies über die Brücke der Atomenergie. Die Trennung zwischen "friedlicher" und militärischer Nutzung der Atomenergie wird immer schwieriger. 23) Daraus folgt:

Es gibt keine Neutralität ohne die konsequente Nutzung der einheimischen erneuerbaren Energien!

Hier müssen wir ganz ehrlich und selbstkritisch sein. Ein Land ist erst dann neutral, wenn es weder direkt noch indirekt in internationale Auseinandersetzungen involviert ist, UND wenn seine Energieversorgung - die ja ein zentraler Lebensnerv jeder modernen Wirtschaft darstellt - vom Ausland unabhängig ist.

22) Pressemitteilung vom 27.2.2003,
Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (AEE), Agentur im Auftrag des Bundesamts für Energie Schweiz


23) vgl. den Aufruf "Erneuerbare Energien statt Atomenergie"
, Gemeinnützige Europäische Vereinigung für erneuerbare Energien e.V. EuroSolar, 2004

Ökologie

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Erhaltung von Klima,
Umwelt, Gesundheit und
Lebensgrundlagen.

Spätenstens hier wird deutlich, dass unsere Lebensgrundlagen immer auch unsere wirtschaftlichen Grundlagen sind.

Im Bereich Ökologie sind es heute nicht nur die Umweltschützer, sondern vor allem die Versicherungskonzerne, die zum Handeln mahnen.

"Chefmathematiker der Münchner Rückversicherung haben ausgerechnet: wenn wir weiter mit Kohle, Gas und Öl das Klima aufheizen wie bisher, dann wird bis spätestens 2060 das gesamte Weltbruttosozialprodukt nicht mehr ausreichen, um auch nur noch die Naturschäden finanzieren zu können." 24)

Spätestens hier wird deutlich:

Unsere Lebensgrundlagen sind immer auch unsere wirtschaftlichen Grundlagen. 25)

"Eine bisher nicht veröffentlichte Studie des US-Verteidigungsministeriums sieht die Gefahren des Treibhauseffektes für die internationale Politik größer an als die Gefahren durch den Terrorismus." 26)

Heute geht man davon aus, dass sich der Gesamtenergieverbrauch bis 2060 vervierfachen wird und die Ressourcen an Erdöl und Erdgas bereits erschöpft sind (vgl. nächsten Abschnitt 'Versorgungslücke'). Die Internationalen Energie Agentur (IEA) erwartet bis 2030 einen Zuwachs an Energieverbrauch und Emissionsausstoss von 70%. 27) Die Kosten der Naturschäden werden dadurch erheblich steigen und die Berechnungen der Münchner Rückversicherung könnten sich mit fatalen Folgen für Wirtschaft, Frieden und Sicherheit bestätigen.

Die alten Energieträger Erdöl, Erdgas und Uran gehen nicht nur zu Ende, sondern sind und werden zunehmend zu teuer. 28)

"Eine Energiewende hin zu einer Solar- und Wasserstoffwirtschaft ist nicht nur ökologisch notwendig, sondern wirtschaftlich logisch." 29)

24) Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne, Dr. Franz Alt, Riemann-Verlag, ISBN 3-570-50032-2

vgl. auch: Das "Primat der Politik" und die "Grenzen des Wachstums",
"Dialoge 2000, Strategien gegen den Klimakollaps", Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV, 15.11.2000


25) vgl. Sondergutachten "Über Kioto hinaus denken: Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert"
, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), 25.11.2003

vgl. Atomkraftwerke und Jod-Tabletten, Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder lesen ..., SolarPeace.ch, 12.11.2004

vgl.
Ärztliches Memorandum zur industriellen Nutzung der Atomenergie, Dr. med. Max Otto Bruker

vgl. auch Atomenergie und Gesundheit, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW)


26) vgl. Pentagon-Studie: Klimawandel gefährlicher als Terrorismus, 'Observer' zitiert von Franz Alt, 24.02.2004


27) vgl. Viermal mehr Energie bis 2060, Entwicklungsausschuss des Deutschen Bundestags

vgl. auch Internationale Energieagentur (IEA) zitiert nach SSES-Zürich


28) vgl. Ölkatastrophe der "Prestige" kostet 2,9 Milliarden Euro, Institut für Wirtschaftswissenschaften in Galizien, 28.08.2003
 
vgl. "BfE: Atomenergie schadet der Schweizer Volkswirtschaft", SolarPeace.ch, 29.4.2003


29) World Watch Institute (USA): "An energy transition to a solar-hydrogen economy is not only environmentally necessary, but economically logical."

Versorgungslücke

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Etwa ab 2010 beginnt eine schnell grösser werdende Lücke zwischen Bedarf und Förderung.
 


Erdöl 31)
 


Erdgas 31)
 


Kernenergie 31)

 

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) prognostiziert, dass ab 2017 mit drastischen Einschränkungen der Versorgung von Erdöl und Erdgas zu rechnen ist, denn ab dann wird die Nachfrage grösser sein als die förderbaren Mengen. Die BGR prognostiziert eine statische Reichweite (also mit der Annahme einer nicht steigenden Nachfrage!) für Öl von 43, für Gas von 64 und für Kohle von 207 Jahren. 30)

Für den Rohstoff der Atomenergie (Uran) gibt die BGR keine Reichweite an. Laut BGR steht für die nächsten 20 Jahre ein ausreichendes Potenzial zur Versorgung der weltweiten Kernkraftwerke zur Verfügung. Im Gegensatz zu den fossilen Energierohstoffen besteht bei Uran bereits seit mehreren Jahren eine Lücke zwischen der Förderung und dem Verbrauch. 30)

Atomenergie (Uran) kann auch aus ganz praktischen Überlegungen die kommende Versorgungslücke bei Erdöl und Erdgas nicht ausfüllen: Heute hat die Kernenergie einen Anteil am Primärenergieverbrauch der Welt von weit unter zehn Prozent. Würden wir einen weltweiten Anteil von vierzig Prozent Primärenergie aus Kernkraftwerken anstreben, wären die Uranvorräte innerhalb von 10 Jahren erschöpft (LBST). Mit den jüngsten Zahlen der Internationale Energieagentur in Paris (IEA) würden die Uranvorräte bei 40% Primärenergie aus Atomkraftwerken sogar nur 5 Jahre reichen. 31)

Laut der Internationalen Energie Agentur (IEA) beginnt beim Erdöl etwa ab 2010 eine schnell grösser werdende Lücke zwischen Bedarf und Förderung, und erreicht bereits 2030 ein Volumen das der heutigen Weltjahresförderung entspricht. 32)

ExxonMobile Chef Jon Thompson prognostiziert für 2015 eine Lücke für Öl und Gas von 80% der heutigen Produktion. 33)

Die Prognosen für die Reichweite der alten Energieträger sind bei Erdöl weitgehend einheitlich bei 40 Jahren, bei Erdgas zwischen 46 und 64 Jahren. Zu beachten ist, dass die Reichweiten des oben zitierten BGR laut BGR ausdrücklich zur Vereinfachung statisch berechnet werden (d.h. die steigende Nachfrage wird nicht berücksichtigt) und damit entsprechend relativiert werden müssen. Letztlich ist es nicht wichtig, ob die alten Energieträger 10 Jahre früher oder später erschöpft sind. Wesentlich ist lediglich der Zeitpunkt, an dem die Nachfrage grösser sein wird als die förderbaren Mengen. Dieser Zeitpunkt liegt weitgehend übereinstimmend in den Jahren 2010 bis 2017.

30) vgl. im Referat B1.23: Energierohstoffe die Rubrik 'Beratung/Energiestudien' zu Reichweiten für Kohlenwasserstoffe (Erdöl, Erdgas), Kohle, Kernbrennstoffe (Uran); Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), 2003

vgl. hierzu Die knappe Reichweite von Öl und Gas, Dr. Hans-Jochen Luhmann (Wuppertal-Institut) kommentiert die Energiestudien der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), 2003

vgl. "Die Prognosen des Weltenergierats sind eindeutig: Das Öl reicht noch etwa 40 Jahre, das Gas 46 Jahre, Uran 60 Jahre und Kohle etwa 120 Jahre.", Dr. Franz Alt

vgl. "Weniger Ölreserven bei Shell", Shell korrigierte seine Ölreserven um 20% nach unten. Die Nachrichten von Shell seien "ein Schock", sagte ein Londoner Börsianer. Merrill Lynch stufte den Titel von "Buy" auf "Neutral" herab. 'Der Spiegel' und Franz Alt, 16.01.2004;

vgl. auch "Royal Dutch-Aktie nach Reservereduktion unter Druck"
, Bei der Bewertung von Ölunternehmen scheint auch die „Endlichkeit“ der Vorkommen immer wichtiger zu werden. FAZ.Net, 9.1.2004

vgl. Der Weltenergiebedarf und die Weltenergievorräte, BUND, 30.3.2006


31) Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, LBST, Rubrik 'Uran' (bzw. 'Erdöl' und 'Erdgas').

vgl. "Nur 3,3% der weltweit verbrauchten Energie stammen aus den 440 Atomkraftwerken", Internationale Energieagentur in Paris, IEA, 01.07.2005; vgl. auch Die Träume der Atomlobby, Dr. Franz Alt, 2004

vgl. Reichweite Uran: 20 bis 65 Jahre, Den Atomkraftwerken geht bald der Brennstoff aus!, IAEA, OECD/NEA, 1999; IPPNW, 02.12.2005

vgl. Reichweite Uran: 50 bis 60 Jahre, Atompläne: Unverantwortlich und kurzsichtig, IAEA, Greenpeace, 24.5.2005

vgl. Uranvorräte für 40 bis 50 Jahre, Weltenergierat, 13.09.2004

vgl. Uranreserven – Begrenzte Ressource ohne Zukunft und Atomenergie kann das Weltklima nicht retten, GLOBAL2000, 14.04.2006

vgl. auch "BfE: Atomenergie schadet der Schweizer Volkswirtschaft", SolarPeace.ch, 29.4.2003

vgl.
auch "Ärztliches Memorandum zur industriellen Nutzung der Atomenergie", Dr. med. Max Otto Bruker u.a. und dort den Anhang "Die Verharmlosung der atomaren Niedrigstrahlung", Dr. Rosalie Bertell, alternativer Nobelpreis 1986


32) vgl. Erdöl (World Energy Outlook, IEA, 1998), zitiert und fortgeschrieben durch Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (Rubrik 'Erdöl / Öffentlichkeit'; vgl. auch Rubrik 'Erdgas').


33) Jon Thompson, President of ExxonMobil Exploration Company (The Lamp ExxonMobile Vol. 85, No. 1, 2003), zitiert von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, Rubrik 'News / Zitate'.

Energiemix

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Solarenergie hat in der Zukunft den grössten Anteil am weltweiten Energiemix.

 

Energiemix 2000 bis 2050/2100 (mit Klick vergrössern). 35)

 

Aus den erwähnten Gründen (Frieden - Wirtschaft - Sicherheit - Neutralität - Ökologie) ist der Aufbau einer neuen Energieversorgung, die weitestgehend auf erneuerbaren Energien basiert, notwendig.

Der Energiemix der Zukunft besteht aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Erdwärme.

Diese Energiewende ist nicht nur technoloisch möglich, sondern politisch, wirtschaftlich und ökologisch notwendig. 34)

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat in der Studie "Welt im Wandel – Energiewende zur Nachhaltigkeit" die Machbarkeit dieser globalen Energiewende untersucht. 35)

"Wenn die Politik sofort entschieden handelt, ist die Transformation der globalen Energiesysteme ohne gravierende Einschränkungen möglich und finanzierbar:

Die Energieeffizienz muss gesteigert, der Anteil fossiler Energieträger deutlich verringert und die erneuerbaren Energien massiv gefördert werden."  35)

Die Abbildung links zeigt die Veränderung des globalen Energiemix im exemplarischen Pfad bis 2050/2100 mit den zentralen Bestandteilen: 35)

 ●  Starke Minderung der Nutzung fossiler Energieträger.

 ●  Auslaufen der Nutzung nuklearer Energieträger.

 ●  Erheblicher Auf- und Ausbau neuer erneuerbarer Energieträger, insbesondere der Solarenergie.

 ●  Steigerung der Energieproduktivität.

Der gelb dargestellte Bereich auf der Abbildung zeigt den Anteil von Solarstrom (Photovoltaik und Solarthermische Kraftwerke) und der Streifen darüber die Solarthermie (nur Solarwärme). Die Solarenergie stellt bei diesem Szenario zwei Drittel des gesamten Energiemix im Jahre 2100.

34) vgl. World Watch Institute (USA): "An energy transition to a solar-hydrogen economy is not only environmentally necessary, but economically logical."


35)
Welt im Wandel – Energiewende zur Nachhaltigkeit (mit Energiemix 2000 bis 2050/2100), Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), 2003

vgl. Der Weltenergiebedarf und die Weltenergievorräte, BUND, 30.3.2006



 

Schlussfolgerung

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Wichtig ist das Ingangsetzen einer Innovationsdynamik in
Richtung Effizienz- und Solarenergiewirtschaft.

Der "2. Jahresbericht EnergieSchweiz 2002/03" des BFE bestätigt die mangelnde Wirksamkeit der bisherigen Schweizer Energiepolitik bereits im Vorwort: "Um die Ziele zu erreichen sind zusätzliche Anstrengungen erforderlich." 36)

Im Sektor Wirtschaft schreibt der Jahresbericht "Die Erfahrungen haben aber gezeigt, dass sich ohne gesetzliche oder finanzielle Anreize nur eine Minderheit von Unternehmen zu konkreten Beiträgen motivieren lässt.", und bestätigt damit die Notwendigkeit für verbindliche politische Entscheidungen und Fördermassnahmen. 37)

Der dargestellte Gesamtzusammenhang (Frieden - Wirtschaft - Sicherheit - Neutralität - Ökologie) im Spannungsfeld von zu Ende gehenden alten Energieträgern (Erdöl, Erdgas, Uran) einerseits und den Chancen der erneuerbaren Energien (Sonne, Wasser, Wind, Biomasse, Erdwärme) mit wirtschaftlichen Impulsen und neuen Arbeitsplätzen andererseits ist die Grundlage für alle Entscheidungen im Energiesektor und die Grundlage zur Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien.

Die Versicherungsbranche sagt es klar und deutlich:

"Wichtig ist das Ingangsetzen einer Innovationsdynamik in Richtung Effizienz- und Solarenergiewirtschaft." 38)

"Die Volkswirtschaften müssten für die 100-prozentige solare Energiewende in den nächsten 30 bis 50 Jahren etwa zwei Prozent ihres Bruttosozialproduktes aufwenden. Die Versicherungen weisen darauf hin, dass die rein materiellen Folgekosten des alten fossil-atomaren Weges, der ohnehin bald zu Ende sein wird, weit höher sind - vom Leid und Elend von Millionen Betroffener und von den Kriegsfolgen ganz abgesehen."  39)

Als Einstieg in diese wirtschaftliche Aufgabe ist die Stimulation einer steigenden Nachfrage und einer zunehmenden Investitionstätigkeit im öffentlichen und im privaten Sektor notwendig. Eine steigende Nachfrage und wirksame Förderprogramme sind die Grundlagen für zunehmende Investitionen in einem richtungssicheren investitionsfreundlichen Umfeld. 40)

36) vgl. "2. Jahresbericht EnergieSchweiz 2002/2003 - Vorwort" , Bundesamt für Energie (BBL-Bestellnummer 805.950.02d), September 2003


37) vgl. "2. Jahresbericht EnergieSchweiz 2002/2003 - Sektor Wirtschaft"
, Bundesamt für Energie (BBL-Bestellnummer 805.950.02d), September 2003


38) zitiert aus: Das "Primat der Politik" und die "Grenzen des Wachstums",
"Dialoge 2000, Strategien gegen den Klimakollaps", Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV, 15.11.2000


39) vgl. Krieg um Öl oder Frieden durch die Sonne, Dr. Franz Alt, Riemann-Verlag, ISBN 3-570-50032-2


40) vgl. "Investment and production incentives are some of the policies that have already led to dramatic growth in renewable energy markets in a handful of countries such as Germany and Japan.", "The coming energy revolution",
28.4.2003, Dr. Janet L. Sawin, Worldwatch Institute (USA)

vgl. Überblick Förderprogramme Deutschland, Badisches Tagblatt 4.12.03

vgl. Förderprogramm des Solarweltmeisters Luxemburg, 28.11.2003, Photon.de und Internationale Energieagentur

vgl. China: Volkskongress verabschiedet Erneuerbare-Energien-Gesetz, Oekonews.at, 12.3.2005

vgl. Kalifornien steigt in "olympischen Wettbewerb" in der Solarförderung mit Deutschland und Japan ein, Eurosolar.org, 08.03.2005

vgl.
Bitte einsteigen:  Die Fördermassnahmen der Solar-Kantone (Schweiz), SolarPeace.ch, 20.10.2003

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